
Weniger als die Hälfte der Unternehmen hat Mitarbeiter darin geschult, KI-Ergebnisse zu bewerten, wie eine neue Riskonnect-Studie zeigt
Daten zeigen, dass sich verstärkende Bedrohungen – von wirtschaftlicher Volatilität über geopolitische Schocks bis hin zur KI-Governance – Risikomanagement-Teams unter Druck setzen
07.10.2026
Wichtige Erkenntnisse aus dem 2026 New Generation of Risk Report von Riskonnect:
- 46 % der Risikoverantwortlichen geben an, dass ihre Organisationen Mitarbeiter darin geschult haben, KI-Ergebnisse zu bewerten.
- 66 % der Organisationen haben Mitarbeiter zu Regeln, Verantwortlichkeiten und klar definierten Rollen im Bereich der KI-Aufsicht und -Verantwortlichkeit geschult.
- 72 % der Risikoverantwortlichen verfügen mittlerweile über eine Richtlinie zur Regelung der KI-Nutzung durch Mitarbeiter, gegenüber 58 % im Jahr 2025.
- 55 % der Risikoverantwortlichen nannten wirtschaftliche Risiken als eine der größten Unternehmensbedrohungen – erstmals gleichauf mit Cybersicherheit, die ebenfalls von 55 % der Befragten genannt wurde.
- 74 % der Risikoverantwortlichen nutzen KI im Risikomanagement bereits oder planen dies, ein deutlicher Anstieg gegenüber 62 % im Jahr 2024.
ATLANTA, 7. Oktober 2026 /PRNewswire/ — Nur 46 % der Risikoverantwortlichen geben an, dass ihre Organisationen Mitarbeiter darin geschult haben, zu beurteilen, welchen KI-Ergebnissen sie vertrauen können und welche sie hinterfragen sollten, so der 2026 New Generation of Risk Report, der heute von Riskonnect veröffentlicht wurde. Die firmeneigene Studie basiert auf einer weltweiten Befragung von mehr als 250 Risiko-, Compliance- und Resilienzexperten. Die Studie deckt kritische Lücken darin auf, wie Organisationen KI steuern und Mitarbeiter auf den verantwortungsvollen Umgang damit vorbereiten.
Nur 17 % der Risikoverantwortlichen fühlen sich sehr gut darauf vorbereitet, KI- und KI-Governance-Risiken zu managen. Zwar haben 66 % der Organisationen Mitarbeiter zu Regeln, Verantwortlichkeiten und klar definierten Rollen im Bereich der KI-Aufsicht und -Verantwortlichkeit geschult, doch die Daten deuten darauf hin, dass nur wenige darüber hinausgehen und praktische Fähigkeiten oder spezifische Risiken vermitteln. Nur 35 % haben Mitarbeiter darin geschult, wie sie KI-gestützte Erkenntnisse interpretieren und darauf reagieren können, und lediglich 18 % haben das gesamte Unternehmen formell zu Risiken im Zusammenhang mit agentischer KI geschult oder informiert. Fast vier Jahre nachdem generative KI den Massenmarkt erreicht hat, geben nur 35 % der Befragten an, das gesamte Unternehmen zu den Risiken generativer KI geschult oder informiert zu haben.
„Eine KI-Richtlinie legt die Regeln fest. Schulungen vermitteln den Mitarbeitern das praktische Wissen, um diese Regeln im Arbeitsalltag anzuwenden. Da KI mittlerweile alle Bereiche des Unternehmens durchdringt, müssen Mitarbeiter wissen, wie sie die Ergebnisse der KI überprüfen, Risiken erkennen und verantwortungsvolle Entscheidungen treffen können. Die Kombination aus einer starken Governance-Struktur mit klaren Richtlinien und sinnvollen Schulungen ermöglicht es Unternehmen, KI-Innovationen voranzutreiben und gleichzeitig die Risiken für das Unternehmen zu minimieren“, sagte Jim Wetekamp, CEO von Riskonnect.
Der Bericht zeigt außerdem:
- KI-Richtlinien sind nicht spezifisch genug. 72 % der Risikoverantwortlichen verfügen über eine Richtlinie zur Regelung der KI-Nutzung durch Mitarbeiter, gegenüber 58 % im Vorjahr. Doch nur 54 % geben an, über klare Richtlinien und Vorgaben zu verfügen, welche KI-Tools genutzt werden dürfen und wie.
- Risikobewertungen für agentische KI hinken hinterher. 58 % der Unternehmen, die den Einsatz agentischer KI-Lösungen in ihren Betrieben oder Produkten in Erwägung ziehen, haben die damit verbundenen Risiken noch nicht bewertet.
- Wirtschaftliche Risiken haben zur Cybersicherheit als größte Unternehmensbedrohung aufgeschlossen. Der Anteil der Risikoverantwortlichen, die angeben, dass wirtschaftliche Risiken „schwerwiegende“ oder „erhebliche“ Auswirkungen auf ihr Unternehmen haben, liegt nun mit 55 % gleichauf mit der Cybersicherheit. Cybersicherheit belegte in den vergangenen zwei Jahren den Spitzenplatz.
- Geopolitische Volatilität fordert ihren Tribut von Unternehmen. Am stärksten spürbar sind höhere Betriebs- oder Produktionskosten (65 %), zunehmende Cybersicherheitsbedrohungen oder -angriffe (58 %), Störungen oder Verzögerungen in der Lieferkette und beim Versand (50 %) sowie steigende Energiekosten (49 %).
- Isolierte Entscheidungen schaden Unternehmen. 41 % der Risikoverantwortlichen geben an, dass im vergangenen Jahr eine andere Abteilung eine risikobasierte Entscheidung getroffen hat, ohne das Risikomanagement-Team zu konsultieren, was an anderer Stelle im Unternehmen zu erheblichen, unvorhergesehenen Störungen geführt hat.
Risikomanagement-Experten stehen unter Druck
75 % der Risikoverantwortlichen geben an, dass der Druck auf ihre Rolle im vergangenen Jahr zugenommen hat. 37 % bezeichnen den Druck als „hoch“ oder „extrem“. Dennoch verzeichneten nur 25 % in den vergangenen sechs Monaten ein Wachstum ihres Budgets für Risikomanagement-Technologie. Die Mehrheit (66 %) gibt an, dass ihr Budget gleich geblieben ist.
Risikomanagement-Teams begegnen dem Druck und der Arbeitsbelastung, indem sie verstärkt auf KI setzen, um mehr zu erkennen und schneller zu handeln. 74 % der Risikoverantwortlichen nutzen KI im Risikomanagement bereits oder planen dies – ein Anstieg gegenüber 70 % im Jahr 2025 und 62 % im Jahr 2024. Zu den wichtigsten KI-Anwendungsfällen für Risikomanagement-Experten zählen die Risikobewertung (37 %), Szenarioplanung und Simulationen (34 %) sowie das Aufdecken bislang nicht berücksichtigter Risiken (32 %). 31 % geben an, dass KI ihnen in den vergangenen 12 Monaten geholfen hat, Lücken oder Schwachstellen in internen Prozessen oder Kontrollen aufzudecken.
„Risikomanagement-Teams tragen heute deutlich mehr Verantwortung als noch vor wenigen Jahren, da sich das Tempo, mit dem neue Risiken entstehen, beschleunigt. Teams, die KI gezielt einsetzen, sind am besten gerüstet, um diese Last zu tragen und zu beweisen, wie unverzichtbar sie sind“, fügte Wetekamp hinzu.
Greifen Sie auf den vollständigen Bericht zu , um tiefer in die neue Generation des Risikomanagements einzutauchen.
Über Riskonnect
Riskonnect ist der führende Anbieter von Software, die Risiken unter einem Dach vereint. Die Technologie ermöglicht es Organisationen, strategische und operative Risiken im gesamten erweiterten Unternehmen in Echtzeit zu antizipieren, zu steuern und darauf zu reagieren.
Mehr als 2.700 Kunden auf sechs Kontinenten arbeiten mit Riskonnect zusammen, um bisher unerreichbare Erkenntnisse zu gewinnen, die zu besseren Geschäftsergebnissen führen. Riskonnect beschäftigt mehr als 1.500 Experten für Risikomanagement in Nord- und Südamerika, Europa und im asiatisch-pazifischen Raum. Um mehr zu erfahren, besuchen Sie www.riskonnect.com.
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